Blau auf weiss!
 


INFOS ÜBER MICH ...


Tja, ich wohne zwar seit fast 20 Jahren in Oberbayern, bin aber in Lippstadt (NRW) geboren und in Ostwestfalen im Kreis Paderborn aufgewachsen: 



Ostwestfalen ist eine Region im Nordosten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und bildet den östlichen Teil Westfalens. Die Gegend liegt geografisch zwischen Mittelgebirgen wie dem Teutoburger Wald und der weiten Norddeutschen Tiefebene und zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus – von sanften Hügeln bis zu offenen Ebenen.

Historisch ist Ostwestfalen eher eine „gewachsene“ als eine klassische historische Landschaft. Der Begriff entstand vor allem im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem preußischen Regierungsbezirk Minden, der verschiedene frühere Territorien wie das Hochstift Paderborn oder die Grafschaft Ravensberg zusammenfasste.  Das heutige Ostwestfalen ist eng mit der Region Ostwestfalen-Lippe verbunden, die nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zusammenschluss mit dem Land Lippe entstand. 

Typisch für Ostwestfalen ist die Mischung aus ländlicher Ruhe und wirtschaftlicher Stärke. Die Region gilt als bodenständig, traditionsbewusst und gleichzeitig innovativ. Prägend sind historische Fachwerkdörfer, eine starke Vereinskultur sowie bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Hermannsdenkmal oder die Porta Westfalica. 

Ein besonderer Teil dieser Region ist Delbrück im Kreis Paderborn – meine Heimat. Die Stadt liegt in einer flachen, von Flüssen wie Lippe und Ems geprägten Landschaft und gehört zum sogenannten „Delbrücker Land“. Wahrzeichen ist der schiefe Kirchturm der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Besonders bekannt sind außerdem traditionelle Veranstaltungen wie Karneval, Kreuztracht und der "Katharinenmarkt". Gerade der "Katharinenmarkt", der immer im September stattfindet, ist eines der größten Highlights in der Region und gehört zu meinen Kindheitserinnerungen.


Von Ostwestfalen hatte es mich im Jahr 1999 nach Südniedersachsen ins Wesertal bei Hameln verschlagen: 



Das Wesertal gehört zu den schönsten Flusslandschaften Norddeutschlands und ist Teil des sogenannten Weserberglandes. Die Region erstreckt sich entlang der Weser zwischen Hann. Münden und Porta Westfalica und ist geprägt von sanften Hügeln, dichten Wäldern und weiten Flussauen. Die ruhig fließende Weser schlängelt sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft, vorbei an kleinen Fachwerkstädten, Schlössern und historischen Orten.  Gerade der Abschnitt rund um Hameln zählt zu den bekanntesten Teilen der Region.

Hameln selbst ist weit über die Region hinaus bekannt – vor allem durch die Sage des Rattenfängers, die auf ein Ereignis im Jahr 1284 zurückgeht und bis heute das Stadtbild prägt.  Die historische Altstadt mit ihren Gebäuden der sogenannten Weserrenaissance vermittelt noch heute den Eindruck einer wohlhabenden Handelsstadt vergangener Jahrhunderte. 

Nur wenige Kilometer entfernt liegt Emmerthal (meine zwischenzeitliche Heimat für fast 9 Jahre) – eine Gemeinde, die sich aus vielen kleinen Orten beiderseits der Weser zusammensetzt und mitten im Naturpark Weserbergland liegt.  Die Landschaft rund um Emmerthal ist geprägt von grünen Hügeln, Feldern und Wäldern sowie den Flüssen Weser, Emmer und Ilse, die der Region seit jeher ihr Gesicht geben. Ein kulturelles Highlight ist das Schloss Hämelschenburg in Emmerthal – eine der bedeutendsten Renaissanceanlagen Deutschlands, die bis heute vollständig erhalten ist und die Geschichte der Region eindrucksvoll widerspiegelt. 


Im Jahr 2008 bin ich dann schließlich in Oberbayern gelandet - zunächst in München und dann im idyllischen Isartal zwischen München, Starnberg und Wolfratshausen:


Das Isartal gehört zu den eindrucksvollsten Landschaftsräumen in Bayern und begleitet die Isar auf ihrem Weg von den Alpen bis zur Donau. Der Fluss entspringt im Karwendelgebirge und prägt auf seinem Weg durch Oberbayern eine abwechslungsreiche Landschaft – von alpinen Schluchten bis hin zu weiten Auenlandschaften im Voralpenland.

Gerade im Süden von München zeigt sich das Isartal von einer besonders reizvollen Seite: Die Isar fließt hier noch vergleichsweise naturnah durch breite Kiesbänke, Wälder und Auenlandschaften. In diesen Bereichen wird sie oft als einer der letzten großen Wildflüsse Deutschlands bezeichnet – mit ständig wechselnden Flussarmen und einer Landschaft, die sich immer wieder neu formt.

Ein besonders schöner Abschnitt liegt rund um Hohenschäftlarn, etwa 20 Kilometer südlich von München. Der Ort ist eingebettet in die sanfte Voralpenlandschaft mit grünen Wiesen, bewaldeten Hügeln und einem weiten Blick Richtung Alpen.  Nicht weit entfernt zieht sich die Isar durch das Tal und bietet eine beeindruckende Mischung aus Ruhe, Natur und Weite. 

Die Region lebt von diesem Zusammenspiel: Einerseits die Nähe zur Großstadt München, andererseits eine Landschaft, die fast ländlich und ursprünglich wirkt. Die Isarauen zwischen Schäftlarn und Bad Tölz sind heute ein geschützter Naturraum mit einer großen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten und zugleich ein beliebtes Erholungsgebiet. Auch kulturell hat die Gegend ihren eigenen Charakter. Das Kloster Schäftlarn, dessen Ursprünge bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen, ist bis heute ein bedeutender Ort und prägt das Bild der Region. 

Für mich ist das Isartal mehr als nur eine schöne Landschaft: Seit 2009 lebe ich hier in Hohenschäftlarn und erlebe jeden Tag diese besondere Kombination aus Natur, Nähe zu München und bayerischer Lebensart. Spaziergänge entlang der Isar, der Blick Richtung Alpen und die Ruhe der Umgebung machen diesen Ort zu einem echten Zuhause.

Meine derzeitige Heimat: Hohenschäftlarn im Isartal



Wie bin ich zu meinem Namen gekommen?

Mein Vorname ist Rainer. Dieser Name stammt aus dem Althochdeutschen:
ragin bedeutet "der Rat" oder "der Beschluss"; heri steht für "das Heer" oder "der Krieger". Den Namen Rainer kann man also übersetzen mit „Rat der Heerscharen“, „Heeresberater“ oder „Volksberater“.

Meine Mutter hat es zwar energisch abgestritten, aber die Wahl meines Vornamens wurde wahrscheinlich inspiriert durch den CDU-Politiker Rainer Barzel – dieser war in meinem Geburtsjahr ein aufstrebender Politstar, Bundesvorsitzender der CDU und Kanzlerkandidat gewesen. Und beinahe wäre Rainer Barzel 1972 sogar Bundeskanzler geworden. Doch beim konstruktiven Misstrauensvotum gegen Willy Brandt fehlten ihm ganze zwei Stimmen, da der DDR-Staatssicherheitsdienst zwei Abgeordnete bestochen hatte, um Willy Brandt im Amt zu halten. Aber das ist eine andere Geschichte ...

Zurück zu meinem Vornamen Rainer: Anfang des 20. Jahrhunderts war dieser Name in Deutschland kaum bekannt. Seine Beliebtheit stieg erst Ende der zwanziger Jahre; in den vierziger und fünfziger Jahren war Rainer einige Male sogar unter den zehn meist vergebenen Jungennamen.

Mein Namenstag ist der 11. April, denn der 11. April 1233 ist der Todestag des seligen Reiner von Osnabrück. Dieser lebte im 13. Jahrhundert als Einsiedler in der Nähe des Osnabrücker Doms. Nach seinem Tod soll es bald zu Wundern am Grab gekommen sein, weshalb eine große Verehrung des Einsiedlers einsetzte. 1465 wurden seine Gebeine in einem Schrein im Dom zu Osnabrück beigesetzt. Dargestellt wird mein Namenspatron Reiner (mit ei, nicht mit ai) in Einsiedlerkleidung, betend in seiner Klause, dazu mit Kreuz und Geißel.

Der Starnberger See

Mein Nachname ist Lakmann.
Das Wort Lake stammt aus dem Niederdeutschen ("Lache") und meint ein flaches, stehendes Gewässer. Heute steht der Begriff Lake für Salzwasser bzw. eine Salzlösung. Der Bedeutungswandel von "Pfütze, flacher See" zu "Salzlösung" im Niederdeutschen wurde wohl durch die Verwendung des Wortes für die salzwasserhaltigen Pfützen und Kleinseen in Küstennähe veranlasst. Das englische "lake" und französische "lac" lassen sich auch davon ableiten.

Ein "Lakmann" ist also ein Mann, der am Wasser wohnt – vielleicht ist dies eine Erklärung, warum ich in die Nähe des Starnberger Sees gezogen bin und es mich im Urlaub immer wieder ans Wasser und ans Meer zieht.